Der Internationale Hochhaus Preis wird seit 2004 alle zwei Jahre gemeinsam von der Stadt Frankfurt am Main, dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank ausgelobt. Seitdem wird er in partnerschaftlicher Kooperation vom DAM und DekaBank organisiert und finanziert und im Jubiläumsjahr 2022 bereits zum zehnten Mal verliehen.

Der Preis

Was wird ausgezeichnet?

 

Der Internationale Hochhaus Preis wird für ein Bauwerk vergeben, das exemplarische Nachhaltigkeit, äußere Form und innere Raumqualitäten wie auch soziale Aspekte zu einem vorbildlichen Entwurf verbindet. Der Preis gibt damit einen fundierten Überblick über das aktuelle Baugeschehen und die Entwicklung neuer Hochhaustypologien.

Nominiert werden weltweit Projekte, die 100 Meter oder höher sind und nach dem 1. Januar des vorletzten Jahres fertiggestellt und spätestens am 1. Juni des Jahres der Preisverleihung an den Bauherrn übergeben wurden (beim Internationalen Hochhaus Preis 2022/23 also nach dem 1. Januar 202o und vor dem 1. Juni 2022 fertiggestellt). Projekte dürfen nicht bereits in den Vorjahren für den Preis nominiert gewesen sein.

Wer vergibt den Preis?

 

Wer nominiert?

Der Internationale Hochhaus Preis wird von den drei Partner:innnen Stadt Frankfurt am Main, Deutsches Architekturmuseum und DekaBank vergeben.



Die Jury setzt sich in jedem Jahr neu aus international renommierten Architekt:innen, Ingenieur:innen und Architekturkritiker:innen sowie Vertreter:innen der DekaBank, der Stadt Frankfurt am Main und des Deutschen Architekturmuseums zusammen. Sie tagt im Frühjahr des Jahres der Preisverleihung.

Die Projekte zur Teilnahme am Verfahren werden von der Jury, vom Deutschen Architekturmuseum und einem Expertengremium nominiert. Die Nominierungsphase für den Internationalen Hochhaus Preis beginnt ab Dezember des Vorjahres der Preisverleihung und endet Ende Februar.

Wie können Planer:innen teilnehmen?

Der Internationale Hochhaus Preis basiert auf einem Nominierungsverfahren, Planer:innen werden zur Teilnahme aufgefordert und können sich daher nicht selbst bewerben.
Teilnahmeberechtigt sind alle Planer:innen, Planungsgemeinschaften und andere juristische Gemeinschaften, die von Architekt:innen oder Ingenieur:innen geführt werden.

Wie ist der Preis dotiert?

Der Internationale Hochhaus Preis wird an Bauherr:innen und Planer:innen gemeinsam verliehen und in Form einer Urkunde und einer Statuette des renommierten Künstlers Thomas Demand übergeben. Darüber hinaus ist er mit einem Geldpreis in Höhe von 50.000 Euro ausgestattet, der in der Regel von den Bauherr:innen für wohltätige Zwecke gespendet wird. Die Statuette erhält der Architekt, die Architektin.

Wie werden Finalisten und Preisträger bekannt gegeben?

Das Gewinnerprojekt des Internationalen Hochhaus Preises wird im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche bekannt gegeben, gefolgt von einer Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum und einer umfangreichen Buchpublikation.

Die Finalisten werden bereits vor der Preisverleihung bekannt gegeben. Die Jury kann hierbei vier bis fünf Projekte zu Finalisten ernennen. Besondere Anerkennungen können darüber hinaus für Nachhaltigkeit, technische Innovationen, beispielhafte Stadtentwicklung o.ä. vergeben werden.

Die Preisstatuette

Der international renommierte Künstler Thomas Demand konnte von der DekaBank gewonnen werden, die Preisstatuette zu entwerfen. Das Wahrzeichen des Internationalen Hochhaus Preises wird seit 2004 alle zwei Jahre neu angefertigt und dem aktuellen Gewinner, der aktuellen Gewinnerin, überreicht. Die Statuette besteht aus hauchdünnen Titanschichten, die mit Hilfe einer Elektronenstrahl-Schmelztechnologie (EBM) in nahezu beliebiger Geometrie übereinandergeschichtet werden. Das Verfahren, das vor allem zur Herstellung medizinischer Implantate sowie in der Raumfahrt- und Automobilindustrie angewendet wird, gilt derzeit als die innovativste Fertigungstechnik im Bereich des Rapid Manufacturing.


Ein Gebäude besteht zuallererst aus Gedanken und Ideen, die sich in der Entwurfsphase zu Konzepten, Plänen, Daten und Präsentationen, später zu Verträgen, Mängellisten, Vereinbarungen usw. manifestieren – ein Turm von Unterlagen.


Werke von Thomas Demand und kuratierte Ausstellungen waren und sind u.a. in Museen in Berlin, Frankfurt am Main, Madrid, Mailand, Leuven, London, Los Angeles, New York, Oslo, Tokio und Wien zu sehen.

IHP Statuette Guenzel EDEU3509